quadWorks

über Mac, iPhone und Webrauschen – Software, Tipps, Ratgeber

Mac OS X-Backups: Time Machine, SuperDuper! und Carbon Copy Cloner

Gepostet am | 1. Juni 2011 | 2 Kommentare

Im heutigen Vergleich treten drei Kandidaten für das beste Backup an: das in Mac OS X seit Version 10.5 (Leopard) integrierte Time Machine, das kostenpflichtige SuperDuper! und das spendenfinanzierte Carbon Copy Cloner.

Update vom 04. August 2012

Carbon Copy Cloner ist seit dem 24. Juli 2012 keine Donationware mehr – es muss nach einer Testphase von 30 Tagen gekauft werden.

Carbon Copy Cloner

Die Oberfläche von Carbon Copy Cloner Carbon Copy Cloner (CCC) verwendet intern bereits im System integrierte Funktionen für die Kommandozeile. Im Grunde ist es also lediglich eine aufgeräumte Oberfläche, die die Benutzung der in Mac OS X eingebauten Funktionen entsprechend vereinfacht. Neben Quell- und Zielmedium, etwa eine externe Festplatte, kann die Art und Weise der Kopie beeinflusst werden. Zur Wahl stehen hier das reine Clone, das alle Dateien identisch auf das Zielmedium spiegelt und ein Incremental Backup, bei dem nur die Änderungen zu einer vorher durchgeführten Sicherung übertragen werden müssen.

Über die Funktion “Zeitpläne” lassen sich Backups planen und automatisch durchführen lassen – natürlich nur, wenn die entsprechenden Medien angeschlossen sind.

Kopien, die CCC erstellt, sind bootfähig. Mike Bombich bittet um eine Spende für seine Arbeit.

Super Duper

Die Oberfläche von SuperDuper! Superduper macht im Prinzip das Gleiche wie Carbon Copy Cloner, ergänzt dies jedoch um die ein oder andere interessante Funktion. So kann es beim Update zum Beispiel gleich die Zugriffsrechte reparieren. Oder den Spotlight-Index neu aufbauen, wenn beim Smart-Update Daten von der Zielfestplatte gelöscht worden sind: Diese Funktion hilft etwa dabei, wenn eine zweite Festplatte identisch zur Ersten sein muss.

Kopien, die SuperDuper erstellt, sind bootfähig. Es ist Shareware und kostet $ 27,95.

Time Machine

Oberfläche der Mac OS X Time Machine

Erst mit Mac OS X 10.5 eingeführt, stellt “Time Machine” eine komfortable Möglichkeit zum einfachen Backup dar. Einmal aktiviert, fragt es beim ersten Anstecken einer Festplatte, ob Mac OS X diese zum Backup nutzen soll. Danach macht es automatisch eine Vollkopie und sichert anschließend erst stündlich, dann täglich alle Dateien, die sich seit dem letzten Backup geändert haben. Ist kein Platz mehr auf dem Backupmedium vorhanden, fragt Time Machine zuerst nach und löscht dann die ältesten Dateien aus dem Backup.
Sollte nun mal eine Datei versehentlich gelöscht worden sein, hilft die Time Machine sehr schnell: Einzelne Dateien werden in einer toll animierten Ansicht markiert und innerhalb von Sekunden wiederhergestellt.
Das Backup ist nicht bootfähig, kann aber über die Installations-CD von Mac OS X bei der Neuinstallation problemlos zur Wiederherstellung genutzt werden.

Fazit

Wer Mac OS X einsetzt, sollte sich eine externe Festplatte besorgen und Time Machine einsetzen. Das ist unauffällig im Hintergrund aktiv und sichert ständig alle Dateien.
Carbon Copy Cloner und SuperDuper eignen sich für die, die ein zweites System aufsetzen müssen oder wollen. Das können zum Beispiel Entwickler sein, die systemnahe Programme schreiben. Wenn etwas schief läuft und das System nicht mehr startet, muss so nicht die interne Platte neu bespielt werden. Dabei ist egal, welches Programm eingesetzt wird. Der Carbon Copy Cloner ist kostenlos, während SuperDuper automatisch Skripte vor Beginn und nach Ende des Backups ausführen kann.

Werbung
    Auch spannend:

Kommentare

2 Antworten auf “Mac OS X-Backups: Time Machine, SuperDuper! und Carbon Copy Cloner”

  1. Florian
    4. August 2012 @ 10:50

    Der Artikel ist ja etwas älter, daher ein Hinweis:
    Carbon Copy Cloner wird mittlerweile kommerziell vertrieben und nicht mehr als Donation-Ware. Es gibt eine 30-tägige Testversion, die mit einem Werbebanner daherkommt.

    Der Vorteil eines Klons gegenüber einem Time-Machine-Backup ist nicht nur für systemnahe Entwickler existent; sondern für alle, die produktiv am Mac arbeiten.
    Schließlich kann man so bei Festplattendefekt nach einem Neustart sofort auf dem Klon weiterarbeiten und muss nicht im wahrscheinlich genau falschen Moment Stunden auf die Wiederherstellung warten. Bei manchen Macs kommt noch dazu, dass man die HD quasi nicht selber wechseln kann, und kaum ein Laden macht das noch am selben Tag.

    Auch eignet ein Klon sich für vorsichtige Anwender, die Systemupdates erstmal ausprobieren wollen. Auch hier geht das einfach schneller als eine womöglich nötige Wiederherstellung der Vorversion über Time Machine.

    Ob nun CCC oder Super Duper oder was anderes, ich empfehle immer Klonen. Zusätzlich Time Machine und man ist fast sorgenfrei.

  2. Joe
    4. August 2012 @ 11:15

    Danke für den Hinweis. Ist im Artikel ergänzt.

    Der Einwand, dass man bei Festplattendefekt mit dem Klon weiterarbeiten kann, ist berechtigt. Wenn man es ganz richtig machen wollte, müsste man regelmäßig die Festplatte klonen (geht dank inkrementellem Klonen ja recht schnell) UND die Time Machine ständig Backups machen lassen. Für diejenigen, die selbstständig und/oder professionell mit dem Mac arbeiten und immer ein funktionierendes Gerät brauchen, ist das sinnvoll – alles andere ist grob fahrlässig. Geht allerdings das Gerät und nicht die Platte vor die Hunde, fährt man mit dem Zurückspielen der Time Machine besser. Deswegen schreibst Du ja auch FAST sorgenfrei :-)

    Klonen oder nicht ist sicherlich auch eine Frage des Geräts. Ich habe für Auftraggeber schon MacBooks 1:1 geklont, da diese mehrere identische Installationen haben wollten. Dabei hilft natürlich eine Software wie der CCC sehr – einmal aufsetzen, Festplatte aus dem zweiten Gerät ausbauen, klonen und wieder einsetzen. Hat immer funktioniert. Nur mit den neueren Geräten – vor allem mit SSD – wird das nicht mehr so einfach sein. Hach, wie einfach ging das mit Firewire-Target Mode auf den alten Macs…

Antwort hinterlassen





*